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Germanys Bureaucratic Prosecution of Dissidents Abroad
Last Friday, I exited the Schengen Area — Europe’s border-free zone that includes most EU countries plus Switzerland and a few others. They all share a common border control database. I flew from Zurich via Istanbul to St. Petersburg.
At passport control in Zurich, the Swiss border officer stopped me. “Germany has an active address inquiry on you,” he said. He was polite and reassuring. “You won’t miss your flight. A colleague will just be here in a moment to take your address.”
The second officer arrived immediately, handed me a form, and courteously asked me to fill in my current address. I wrote it down — the same one that’s publicly available online — and handed it back. He thanked me and wished me a safe trip.
Exactly one week later, I returned through the same Zurich airport. The automated passport gate flashed red. I was directed to the border police desk. I immediately mentioned the incident from the previous week. “Please take a seat while we check,” I was told.
Less than two minutes later, another officer appeared. She confirmed it was the same German request still active in the system. Even though Swiss authorities had promptly entered the address I provided the week before, Germany had never canceled the original inquiry.
She apologized and explained that, as a result, I will likely be pulled aside at every Schengen border crossing until Germany removes the flag. Only the issuing country can delete it.
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Deutschlands Bürokraten-Terror gegen Dissidenten im Ausland
Vergangenen Freitag reiste ich aus dem „Schengen-Raum“ aus. Der umfasst die „EU“ und einige weitere Länder, darunter die Schweiz. Sie alle arbeiten mit einem gemeinsamen Grenzkontrollsystem. Von Zürich aus flog ich über Istanbul nach St. Petersburg.
In Zürich hielt mich die Grenzpolizei bei der Passkontrolle an: „Deutschland habe offenbar eine Adressermittlung ausgeschrieben.“ Der Grenzpolizist war sehr freundlich. Ich könne „gleich weiter“ und würde meinen Flug nicht verpassen. Gleich käme nur kurz ein Kollege, um meine Adresse aufzunehmen.
Der Kollege kam tatsächlich sofort, gab mir ein Formular und bat höflich darum, dass ich es mit meinen Adressdaten ausfüllen möge. Ich schrieb meine Adresse darauf, die jedermann im Netz nachlesen kann – auch jede Behörde des real existierenden Neofaschismus in Deutschland. Dann gab ich das Formular zurück. Der Polizist bedankte sich und wünschte mir eine gute Reise.
Heute, eine Woche später, reiste ich am selben Flughafen wieder ein. Wieder leuchtete die „automatisierte Passkontrolle“ rot. Ich solle mich bei der Grenzpolizei melden. Das tat ich und wies direkt auf das Ereignis vor sieben Tagen hin. Ich möge kurz Platz nehmen, während man die Hintergründe ermittle.
Keine zwei Minuten später erschien eine weitere Polizistin. Ja, es handle sich noch immer um die gleiche Ausschreibung aus Deutschland. Man habe meine Adresse vergangene Woche zwar umgehend im System hinterlegt, Deutschland habe die Ausschreibung aber dennoch nicht gelöscht. Ich würde nun vermutlich bei allen Grenzübertritten im Schengen-Raum immer wieder danach gefragt werden. Das täte ihr leid. Ich müsse dazu aber bei den deutschen Behörden nachfragen. Gelöscht werden könne der Eintrag nur von dem Land, das ihn gemacht habe.
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