Hermann der Banker
Korruption erkennt man zuverlässig an Inkompetenz (und Abzocke)
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Wer in Zypern einen Strafzettel bezahlen muss, der muss einem privaten "Dienstleister" umfangreiche persönliche Daten offenlegen: Vor- und Nachnamen, Nationalität, Telefonnummer, Adresse und E-Mail. Das alleine lässt staunen. Nichts davon wäre logisch oder technisch erforderlich.
Die Website dieses Dienstleisters, der praktisch alle staatlichen Online-Zahlungen auf Zypern zu organisieren scheint, ist dazu noch von solch mieser Qualität in Technik und Übersichtlichkeit, dass man sie für ein Satireprodukt halten könnte. Um die korrekte Empfangsbehörde zu suchen, muss man sich durch weitverzweigte Untermenüs klicken, die keiner logischen Ordnug folgen. Auch der Strafzettel der -sehr freundlichen Polizisten- enthält keine weiteren Hilfen zur Zahlung, sondern nur den allgemeinen Verweis auf diese Webiste. Offenkundig besteht hier keinerlei Druck oder Anspruch auf den "Dienstleister", so etwas wie einen Hauch von Nutzerfreundlichkeit an den Tag zu legen - von der Einhaltung der angeblich so bürgerfreundlichen "Datenschutzgrundverordnung" der "EU" ganz zu schweigen.
Die Website der Firma verrät, dass diese "1998 aus der Kooperation der zwei grössten zypriotischen Banken" hervorging und heute praktisch ein Monopol hält. Ich habe keine Beweise für meine Anschuldigung, würde aber eine ganze Besenfabrik fressen, wenn diese Krake nicht ein weiteres Beispiel für das Extrem der örtlichen Korruption ist, das hier vorwiegend auf dem Boden von "EU"-Raubsteuern gedeiht. Wie es der Zufall will, steckt der Präsident Zyperns derzeit denn auch mal wieder in einem hier ganz üblichen Korruptionsskandal. Natürlich gilt aber auch hier: Gar nichts hat mit irgendwas zu tun ;)
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