0

Nur Tyranneien kennen "Volksverhetzung"

27. März 2026

Eine frühere finnische Ministerin wurde wegen "Hassrede" verurteilt. Sie hatte geschrieben, dass homosexuelle Beziehungen eine „sexuelle Anomalie“ seien, in der die Möglichkeit fehle, Kinder zu bekommen. Mit dieser Aussage hat sie formal recht. Es handelt sich um eine Realität, die weder Schwule noch Lesben als Personen „abwertet“ – selbst wenn die Verurteilte eine solche Abwertung beabsichtigt haben sollte.

Das spielt aber keine Rolle. Denn ganz gleich, ob sich irgendjemand von einer Meinung „verletzt fühlt“ oder ob eine Ansicht einzelne Menschen oder ganze Gruppen beleidigt: Das kann keine Rechtfertigung dafür sein, die Äußerung solcher Meinungen unter Strafe zu stellen. Erwachsen werden bedeutet unter anderem einzusehen, dass man aus persönlichem Beleidigtsein keinerlei Rechte zur Bestrafung anderer ableiten kann – weder als Einzelner noch als Gruppe.
Es ist kein Zufall, dass regelmäßig die primitivsten Gewalttäter aus Stammesgesellschaften irgendwelcher Wüsten eine Verletzung ihrer „Ehre“ heranziehen, um beispielsweise den Mord an ihren Schwestern damit zu „rechtfertigen“, dass deren Sexleben die „Ehre der Familie beschmutzt“ habe.

„Hassrede“ oder „Volksverhetzung“ unter Strafe zu stellen schützt niemanden vor irgendetwas. Im Gegenteil: Es ist ein Unterdrückungsinstrument, eine Waffe der Tyrannei.

Zurück zu allen Analysen

Diese Arbeit wird ausschließlich von Förderern finanziert. Ohne Konzern, ohne Werbung, ohne Partei. Jetzt unterstützen →

Kommentare

Unterstütze freien Journalismus

Kein Konzern, keine Partei: Unser Team arbeitet nur für Euch. Deine Unterstützung macht diese Arbeit erst möglich.

Bereits über 2.800 Unterstützer finanzieren diese Arbeit
Jetzt spenden
Pauls App
Pauls App Play Store + freies APK — jetzt laden
Jetzt laden Mehr erfahren