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Pflichtlieferung my Ass, verehrte GASAG

11. April 2026
Pflichtlieferung my Ass, verehrte GASAG

Vor zwei Jahren habe ich Berlin und Deutschland verlassen. Mein Leben hat sich seitdem erheblich verbessert. Seitdem werde ich aber auch vom Berliner Gasversorger „GASAG“ verfolgt (Im Besitz von @eonenergyuk und @VattenfallGroup). Er verlangt von mir Zahlungen für seine Pflicht(!)-Lieferung von Gas in meine frühere(!) Wohnung. Dass ich diese Wohnung längst nicht mehr habe und auch keine andere in Deutschland, ist ihm vollkommen gleichgültig. Mein Kündigungsschreiben an die GASAG führte lediglich zu einem „Wechsel“ meines Tarifs in die „Grundversorgung“. Seitdem verlangt der Konzern von mir monatlich 113,– €. Dass ich keine Wohnung mehr in Deutschland habe, interessiert ihn nicht.

Ich vermute, die GASAG versteht sich – wie viele Konzerne im grünen Reich – als Teil der Herrschaft. Entsprechend erwartet der Konzern von mir offenbar irgendeine Form des „behördlichen Nachweises“ meiner Abwesenheit aus seinem Machtgebiet. Meine schriftliche Kündigung reicht ihm seinem Selbstverständnis nach offenbar nicht. Aus seiner Sicht liege ich in der Beweispflicht, dass ich meiner „Abnahmeverpflichtung“ nicht mehr nachkommen muss. Schließlich gebe es ja entsprechende Gesetze, die ihn und mich zu Gehorsam „verpflichten“.
Seit Monaten sendet nun ein Inkassounternehmen im Namen der GASAG mir E-Mails mit ebenso wortreichen wie absurden Drohungen. Man werde mir jetzt ganz, ganz bald den Gasanschluss sperren. Diesmal aber wirklich. Außerdem werde man „meinen Fall“ der Rechtsabteilung übergeben. Das alles werde natürlich fürchterlich teuer für mich. Ich solle mich doch einfach sofort melden und eine „Teilzahlung“ vereinbaren.

Ich freue mich über diese Gaga-Mails und hole sie mir von Zeit zu Zeit zur Erheiterung aus dem Spamfilter. Wenige Dinge rufen mir so eindrücklich in Erinnerung, welches bemitleidenswerte Reich von Untertanen ich zurückgelassen habe.

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