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Das "N-Wort" lautet Nigger, nicht Neger. Die Ähnlichkeit der beiden Worte überfordert die Absolventen von "Studiengängen" wie "Gender Studies" oder "interkultureller Kommunikation" regelmäßig. Nun versagt selbst die Germanistin (!) Anne Rabe der @diezeit bei dem Versuch. Auch ihr ist daher folgende Hilfe gewidmet:
Das US-amerikanische Wort Nigger wurde seit der Zeit der Sklaverei in den USA von Weißen als Ausdruck tiefster Verachtung gegenüber Schwarzen verwendet. Es wertet Schwarze pauschal als Sklaven und "Untermenschen" ab. Seine Verwendung durch Nicht-Schwarze ist in den USA daher heute tabuisiert. In der puritanischen Tradition von US-Medien wird das Wort "Nigger" von Weißen weder ausgesprochen noch gedruckt verwendet. Es wird stattdessen verschämt als "N-Word" bezeichnet. Schwarze untereinander bezeichnen sich in den USA hingegen geradezu inflationär gegenseitig als "Nigger". Rap-Lieder und Hollywood-Filme bilden diese Verwendung wie auch die Tabuisierung reichlich ab. Entsprechend haben sowohl das Wort Nigger als auch "N-Word" popkulturell weite Verbreitung gefunden.
Das deutsche Wort Neger ist demgegenüber frei von der Zuschreibung von Abwertungen oder Beleidigungen. Es stellt lediglich eine unscharfe Gruppenbezeichnung von Menschen mit schwarzer Hautfarbe dar, vergleichbar dem Wort Mohr. Wie andere Bezeichnungen werden aber auch die Worte Neger oder Mohr von Rassisten oft in abwertendem Zusammenhang verwendet – so wie dies mit jeder Bezeichnung möglich ist.
Die Anhänger der Kirche WokoHarams in Deutschland versuchen seit einigen Jahren unter Hinweis auf diese Tatsache, die US-amerikanische Eigenheit der schamhaften Wort-Tabuisierung auch in Deutschland zu kultivieren. Offenkundig aufgrund der leichten Verwechselbarkeit haben sie sich dazu das Wort Neger ausgesucht und setzen es – völlig unzulässig – mit Nigger gleich. Dieses Unterfangen ist ebenso durchsichtig wie intellektuell armselig; insbesondere übrigens für "Germanisten".
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