Selbstverteidigung/Geld & Krypto

Selbstverteidigung

Der Tresor, der keiner war: 12 Routinen, mit denen dein Krypto den nächsten Wallet-GAU übersteht!

Nach dem größten Hardware-Wallet-Hack der Geschichte: 12 konkrete Routinen, die dein Krypto auch dann schützen, wenn Hersteller und Geräte versagen.

Der Tresor, der keiner war: 12 Routinen, mit denen dein Krypto den nächsten Wallet-GAU übersteht!

Selbstverteidigung / Geld & Krypto

Selbstverteidigung · Kapitel 3

Der Tresor, der keiner war: 12 Routinen, mit denen dein Krypto den nächsten Wallet-GAU übersteht

Im Juli 2026 verschwanden aus einem Hardware-Wallet, das als das sicherste seiner Klasse galt, über 116 Millionen Dollar. Die Betroffenen hatten nichts falsch gemacht — sie hatten getan, was alle empfehlen. Hier steht, was wirklich passiert ist, warum drei liebgewonnene Überzeugungen damit erledigt sind, und welche zwölf Routinen dich auch dann tragen, wenn dein Hersteller versagt.

2.000+ BTC
aus über 5.200 Adressen abgeflossen. Erste Auswertungen nannten 1.816 BTC (~116 Mio. $), spätere über 2.000.
41 Minuten
dauerte die erste Angriffswelle. 1.082 BTC aus 1.196 Adressen — ohne dass ein einziges Gerät berührt wurde.
3 Hersteller
Ledger, Trezor und SafePal verloren 2026 Kundendaten. Nicht Schlüssel — Lieferadressen.
76 %
der Verluste im ersten Halbjahr 2026 gingen auf kompromittierte Schlüssel und Betriebsfehler zurück — nicht auf gebrochene Kryptografie.

14 Min · Stand 4. September 2026 Es gibt zwei Sorten von Sicherheitsartikeln. Die eine erklärt dir, dass alles schlimm ist, und lässt dich damit allein. Die andere endet in einer Liste von Dingen, die du heute Abend erledigst. Das hier ist die zweite Sorte. Zuerst kläre ich in aller Kürze, was im Juli tatsächlich geschehen ist — mit Zahlen, Versionen und Quellen, nicht mit Adjektiven. Danach kommen zwölf Routinen, sortiert nach Wirkung. Und dazwischen steht eine Frage, die du dir stellen solltest, bevor du irgendetwas anderes tust.

Was am 30. Juli tatsächlich passiert ist

Beginnen wir mit dem Unstrittigen. Am 30. Juli 2026 begannen Angreifer, Bitcoin von Adressen abzuräumen, deren Schlüssel auf einem Coldcard-Hardware-Wallet erzeugt worden waren. Die erste Welle dauerte einundvierzig Minuten und brachte 1.082 BTC aus 1.196 Adressen. Bis zum 3. August folgten weitere Wellen. Die Blockchain-Forensiker von TRM Labs bezifferten den Schaden auf rund 1.816 BTC — etwa 116 Millionen Dollar — aus mehr als 5.200 Adressen. Spätere Auswertungen kamen auf über 2.000 BTC. Es ist der größte Hardware-Wallet-Exploit der Geschichte.

Coldcard ist kein Billigprodukt und war kein naheliegendes Ziel. Bitcoin-only. Quelloffene Firmware. Zwei Secure Elements verschiedener Hersteller. Vollständig air-gapped bedienbar, also ohne das Gerät je an einen Rechner anzuschließen. Duress-PIN, Brick-PIN. Es war das Gerät, das man empfahl, wenn jemand fragte: Was, wenn ich es wirklich ernst meine?

Der Fehler steckte in einem einzigen Commit vom März 2021. Ein Integrationsfehler im Build leitete die Erzeugung der Wiederherstellungsphrase auf einen deterministischen Software-Pseudozufallsgenerator um — statt auf den Hardware-Zufallsgenerator des verbauten STM32-Chips, für den das Gerät konstruiert war. Aus 128 Bit gedachter Schlüsselstärke wurden auf älteren Geräten teilweise vierzig. Betroffen sind Seeds, die auf den Firmware-Versionen 4.0.1 bis 4.1.9 entstanden.

Vierzig Bit sind für einen Angreifer mit moderner Rechenleistung kein Schutz. Und er brauchte kein Gerät. Kein Einbruch, kein manipuliertes Paket, kein Zoll. Er musste nur den Suchraum durchrechnen und nachsehen, welche der so erzeugbaren Adressen auf der öffentlichen Blockchain Guthaben hielten. Die Transparenz, die wir an Bitcoin zu Recht schätzen, war hier die Einkaufsliste.

Fünf Jahre lang war die Schwachstelle da. Fünf Jahre lang haben Menschen dem Gerät ihr Vermögen anvertraut. Fünf Jahre lang hat es niemand bemerkt — nicht der Hersteller, nicht die Community, nicht die Auditoren.

Der eigentliche Befund

Zur Einordnung gehört auch, wie Coinkite reagiert hat: Der Hersteller lieferte am 31. Juli Notfall-Firmware für alle betroffenen Modelle aus, stoppte die Auslieferung, vernichtete betroffenes Inventar, veröffentlichte einen Migrationsleitfaden und einen offenen Brief mit der dringenden Aufforderung, Guthaben zu verschieben. Das ist mehr, als andere in vergleichbarer Lage getan haben. Es ändert nichts an der zentralen, unbequemen Tatsache:

Der Satz, den du dir merken musst

Ein Firmware-Update repariert keinen Schlüssel, der bereits erzeugt wurde.

Der Patch hilft neuen Seeds. Er hilft keinem einzigen der Schlüssel, die zwischen März 2021 und dem Patch entstanden sind — die bleiben schwach, für immer. Wer betroffen ist, muss migrieren: neuer Seed, neue Adressen, Guthaben umziehen, alte Adressen stilllegen.

„Ich habe aktualisiert“ ist bei Schlüsselmaterial keine Entwarnung. Das ist der Denkfehler, den ich seit Juli in jedem zweiten Gespräch korrigiere.

Drei Überzeugungen, die dieser Sommer erledigt hat

Erledigt · 01

„Hardware-Wallet ist die Antwort“

Ein Hardware-Wallet schützt deinen Schlüssel vor dem Zugriff durch deinen infizierten Rechner. Es schützt nicht davor, dass der Schlüssel von Anfang an schwach war.

Die entscheidende Frage lautet also nicht: Wo liegt mein Schlüssel? Sondern: Wie ist er entstanden — und kann das jemand überprüfen? Bei genau dieser Frage hat die Branche jahrelang weggeschaut.

Erledigt · 02

„Open Source bedeutet sicher“

Der fehlerhafte Code lag fünf Jahre lang öffentlich einsehbar auf einem Server. Jeder hätte ihn lesen können. Niemand hat es getan — jedenfalls nicht mit Blick auf diese Zeile.

Offenheit heißt: Jemand könnte nachsehen. Nicht: Jemand hat nachgesehen. Was zusätzlich zählt, sind reproduzierbare Builds, bezahlte externe Audits mit veröffentlichtem Bericht und ein funktionierendes Bug-Bounty-Programm.

Erledigt · 03

„Ich bin sicher, weil ich vorsichtig bin“

Ein Nutzer verlor im März 2026 rund 245.000 Dollar durch Adressvergiftung — bei aktueller Wallet, aktiven Schutzfunktionen und fehlerfrei arbeitender Software. Er hatte eine Adresse aus seinem eigenen Verlauf kopiert.

Vorsicht ohne Verfahren ist nur ein gutes Gefühl. Was zählt, sind Abläufe, die auch dann greifen, wenn du müde, in Eile oder abgelenkt bist.

Das Muster, das kaum jemand sieht

Der Coldcard-Fall war spektakulär, aber er ist nicht der Trend. Wer sich die Vorfälle dieses Jahres nebeneinanderlegt, sieht etwas anderes — und zwar dreimal dasselbe:

Januar 2026
Ledger. Beim Zahlungsdienstleister Global-e werden Namen, Postanschriften, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Bestelldaten von Kunden entwendet. Keine Seeds, keine Gelder.
August 2026
Trezor. Der Versanddienstleister ShipMonk wird kompromittiert; rund 14.000 Kunden sind betroffen. Erstmals in dreizehn Jahren Firmengeschichte liegen Lieferadressen und Telefonnummern offen. Trezor legt den Vorfall offen und führt eine anonyme Lieferoption ein.
August 2026
SafePal. Ein Autorisierungsfehler in einem Plug-in zur Bestellverfolgung legt die Daten von 39.798 Kunden offen — Namen, Adressen, Telefonnummern, Bestellinformationen aus dem Zeitraum März 2025 bis April 2026. Keine Schlüssel, keine Gelder. Veröffentlicht am 16. August.

Dreimal keine Kryptografie. Dreimal kein Schlüssel. Dreimal ein Dienstleister neben dem Produkt: ein Zahlungsabwickler, ein Versender, ein Bestell-Plug-in.

Und dreimal dasselbe Ergebnis: Es existiert jetzt eine Liste von Menschen mit Namen und Wohnanschrift, bei denen mit hoher Wahrscheinlichkeit Kryptowerte im Haus sind. Das ist keine Bagatelle, sondern eine Zielliste — für Brief-Phishing, das seit 2025 in echten Papierumschlägen mit QR-Codes verschickt wird, und im schlimmsten Fall für Besuch an der Haustür.

Zwei Konsequenzen, sofort umsetzbar

Erstens: Bestell dein nächstes Gerät an eine Packstation oder Geschäftsadresse — nicht an deine Wohnanschrift. Wo eine anonyme Lieferoption angeboten wird, nutze sie.

Zweitens: Wenn Post von einem Wallet-Hersteller kommt und dich auffordert, deine Wiederherstellungsphrase zu bestätigen — wandert sie ins Altpapier. Kein Hersteller der Welt tut das. Niemals. Ohne Ausnahme.

Wie es aussieht, wenn es funktioniert

Damit dieser Text nicht in Zynismus endet, gehört ein zweiter Fall aus demselben Sommer hierher. Im August legte der Schweizer Hersteller BitBox zwei als schwerwiegend eingestufte Schwachstellen in seiner Firmware offen. Gefunden hatte sie niemand von außen — das eigene Team hatte sie bei internen Prüfungen entdeckt.

Die eine erlaubte einem bösartigen Rechner, auf einem noch nicht eingerichteten Gerät Code auszuführen. Die andere hätte bei Silent-Payment-Transaktionen Beträge an eine unbeabsichtigte Adresse binden können. Beide wurden mit dem Dixence-Update, Firmware 9.26.5, geschlossen. Niemand hatte Geld verloren. Und die Bitcoin-only-Ausgabe des Geräts war gar nicht erst betroffen — der verwundbare Code ist in ihr schlicht nicht enthalten.

Das ist der Unterschied, auf den es ankommt. Nicht, ob ein Hersteller Fehler hat — die hat jeder. Sondern ob er sie findet, bevor ein Angreifer es tut, und ob er darüber spricht. Und nebenbei liefert dieser Fall den schönsten Beleg für ein Prinzip, das ich seit Jahren predige: Weniger Funktionsumfang bedeutet weniger Angriffsfläche. Die schlankere Variante desselben Geräts hatte das Problem nicht.

Die zwölf Routinen

Jetzt der praktische Teil. Wer die Verlustfälle der letzten Jahre auswertet, stößt auf ein unbequemes, aber ermutigendes Muster: Das meiste Geld geht nicht verloren, weil Kryptografie gebrochen wird. Es geht verloren, weil jemand freiwillig etwas unterschreibt. Im ersten Halbjahr 2026 gingen rund 76 Prozent der Verluste auf kompromittierte Schlüssel und Betriebsfehler zurück — bei nur etwa 15 Prozent der Vorfälle.

Daraus folgt etwas Gutes: Was du tust, ist wichtiger als was du kaufst. Diese zwölf Gewohnheiten decken den größten Teil des realen Risikos ab. Sie kosten zusammen weniger Zeit als eine Serienfolge im Monat.

Gruppe A · Bei jeder Transaktion

Kostet dich Sekunden. Verhindert die häufigsten Totalverluste.

1

Die Wiederherstellungsphrase niemals eintippen

Außer beim Wiederherstellen auf dem Gerät selbst. Nicht in eine Notiz-App, nicht in ein Textdokument, nicht in ein Formular. Warum: 2019 sendete eine bekannte Wallet die eingetippten Wörter an eine externe Rechtschreibprüfung — weil das Eingabefeld ein ganz gewöhnliches Textfeld war.

2

Adressen auf dem Gerätedisplay prüfen — nicht am Bildschirm

Schadsoftware kann jede Adresse austauschen, die in einem Fenster erscheint oder in der Zwischenablage liegt. Sie kann das nicht auf dem Display eines Geräts, auf das sie keinen Zugriff hat. Warum: Genau diese fünf Sekunden sind der gesamte Sinn deines Hardware-Wallets.

3

Bei jedem neuen Ziel zuerst einen Testbetrag

Ein paar Euro, Ankunft abwarten, dann der Rest. Warum: Es ist die einzige Maßnahme, die auch Fehler abfängt, an die du gar nicht gedacht hast — falsches Netzwerk, fehlendes Memo, vertippte Adresse.

4

Niemals eine Adresse aus dem Transaktionsverlauf kopieren

Leg stattdessen ein Adressbuch an und wähle danach nur noch den Namen. Und prüfe vier Zeichen aus der Mitte — Anfang und Ende bauen Angreifer nach. Warum: So verlor ein Nutzer im März 2026 rund 245.000 Dollar. Sein Verlauf enthielt eine Adresse, die ihm ein Angreifer per Kleinstbetrag hineingelegt hatte.

Gruppe B · Bei Software und Geräten

Einmal verstanden, danach automatisch.

5

Software nur über eigene Lesezeichen laden

Nie über die Suchmaschine, nie über einen Link aus einer Nachricht. Warum: Im Juli 2026 fanden Sicherheitsforscher über 40 gefälschte Wallet-Erweiterungen allein im Firefox-Store — mit echtem Logo und tausenden erfundenen Fünf-Sterne-Bewertungen. Der Store ist keine Prüfinstanz.

6

Updates nicht am Erscheinungstag installieren

Ein paar Tage warten und andere den Test machen lassen. Ausnahme: ausdrückliche Sicherheits-Notfallpatches, die installierst du sofort. Warum: Im Dezember 2025 wurde eine der meistgenutzten Wallets über ihren eigenen Build-Server kompromittiert — das Schadcode-Update kam über den offiziellen Weg, aus dem offiziellen Store.

7

Alte Freigaben einmal im Quartal widerrufen

Zwanzig Minuten, ein wiederkehrender Termin im Kalender. Warum: Der teuerste Klick heißt nicht „Senden“, sondern „Approve“ — und erteilt oft unbegrenzten, unbefristeten Zugriff. Die Freigabe gilt weiter, auch wenn die Anwendung längst abgeschaltet ist. Der Verlust kommt Wochen später, weshalb ihn kaum jemand mit dem Klick verbindet.

8

Zwei getrennte Wallets führen: Tresor und Arbeitsgerät

Der Tresor hält den Bestand und verbindet sich mit nichts. Das Arbeitsgerät enthält nur, was du gerade brauchst, und darf sich mit allem verbinden. Warum: Wird das Arbeitsgerät ausgeräumt, verlierst du einen Tagessatz statt eines Vermögens. Das ist die wirksamste Einzelmaßnahme überhaupt — und sie kostet nichts außer fünf Minuten Einrichtung.

Gruppe C · Für den Ernstfall

Die Punkte, die entscheiden, ob du in fünf Jahren noch Zugriff hast.

9

Backup auf Metall, an zwei getrennten Orten

Papier verträgt kein Wasser, kein Feuer, keine zwanzig Jahre Kellerluft. Metallplatten zum Einstanzen kosten zwischen dreißig und hundert Euro. Warum: Ein Wohnungsbrand vernichtet dein Vermögen so zuverlässig wie ein Angreifer — nur endgültiger, weil es niemanden gibt, den man verfolgen könnte.

10

Einmal jährlich den Recovery-Test machen

Phrase auf einem zweiten, leeren Gerät importieren und prüfen, ob dieselbe erste Empfangsadresse erscheint. Danach die Testumgebung löschen. Warum: Bei etwa jedem vierten Menschen, den ich dabei begleitet habe, kam ein Fehler zum Vorschein — ein falsches Wort, eine vertauschte Zeile, eine vergessene Passphrase. Alle waren vorher überzeugt, alles richtig gemacht zu haben.

11

Über Hersteller streuen, nicht nur über Geräte

Zwei Geräte verschiedener Anbieter, verschiedene Firmware-Stämme, getrennte Seeds. Warum: Das ist die eigentliche Lehre aus 2026. Wer drei Geräte desselben Herstellers besitzt, hat nicht gestreut — ein Firmware-Fehler trifft alle drei gleichzeitig.

12

Über die eigenen Bestände schweigen

Offline wie online. Kein beschriftetes Hardware-Wallet im Reisegepäck, keine Metallplatte auf dem Küchentisch, keine Gewinnmeldungen in Gruppenchats. Warum: Gegen den Angriff, der an deiner Haustür klingelt, hilft keine Kryptografie. Und nach drei Adressleaks in einem Jahr ist das kein theoretisches Szenario mehr.

Die eine Frage, bevor du irgendetwas anderes tust

Wenn du ein Hardware-Wallet besitzt, dann beantworte bitte diese Frage:

Weißt du, auf welcher Firmware der Schlüssel deines Wallets erzeugt wurde?

Nicht: welche Version heute darauf läuft

Die meisten können das nicht beantworten. Ich konnte es bei einem meiner eigenen Geräte auch nicht auf Anhieb. Im Juli 2026 war genau das die Frage, an der 116 Millionen Dollar hingen — denn ein Update half den Betroffenen nicht.

Wenn du sie nicht beantworten kannst, ist das kein Grund zur Panik, sondern eine Aufgabe für den nächsten freien Abend: Firmware-Historie prüfen, im Zweifel neuen Seed erzeugen, Testbetrag senden, migrieren, alte Adressen stilllegen. Und die Gelegenheit gleich mitnehmen, die Punkte 7, 9 und 10 von oben abzuhaken.

Eines noch, weil die Schlussfolgerung sonst falsch ausfällt: Selbstverwahrung bleibt richtig. Im selben Jahr, in dem diese 116 Millionen verschwanden, verloren Kunden zentraler Anbieter ein Vielfaches davon — der größte Einzeldiebstahl der Geschichte lag bei 1,5 Milliarden Dollar und traf eine Börse. Was nicht mehr gilt, ist die Vorstellung, man könne die Sicherheitsfrage einmal beantworten, ein Gerät kaufen und dann aufhören nachzudenken.

Sicherheit ist kein Zustand, den man kauft. Sie ist ein Verfahren, das man betreibt.

Bleib wachsam. Bleib Eigentümer deiner eigenen Schlüssel.

Mike the Pirate

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Quellen

  • TRM Labs: „The Largest Hardware Wallet Exploit of 2026: Inside the USD 116 Million Coldcard Hack“ — Zeitlinie, Wellen, Schadenshöhe, Ursache.
  • The Hacker News, August 2026: „Coldcard Hardware Wallet Flaw Linked to $70 Million Bitcoin Theft in 41 Minutes“ — erste Angriffswelle.
  • CoinDesk, 31. Juli 2026: frühe Berichterstattung zum Coldcard-Exploit; Fortune, 3. August 2026, zur Gesamteinordnung.
  • Coinkite: Notfall-Firmware vom 31. Juli 2026, Migrationsleitfaden und offener Brief an betroffene Nutzer.
  • BitBox / Shift Crypto: „BitBox 08.2026 Dixence update“ — Offenlegung zweier schwerwiegender Schwachstellen, Firmware 9.26.5.
  • CoinDesk, 13. August 2026: Datenleck beim Trezor-Versanddienstleister ShipMonk, rund 14.000 Kunden.
  • CoinDesk und The Hacker News, 16. August 2026: SafePal-Datenleck, 39.798 betroffene Kunden, Autorisierungsfehler im Bestell-Plug-in.
  • Halbjahresauswertungen 2026 zu Krypto-Diebstählen: 972 Mio. USD bei 207 Vorfällen im ersten Halbjahr; Schlüssel- und Infrastruktur-Kompromittierungen als Ursache für rund 76 % der Verluste.
  • CVE-2023-31290 — Trust Wallet Core vor 3.1.1: 32-Bit-Entropie in der Browser-Erweiterung, ausgenutzt im Dezember 2022 und März 2023.
  • Safe{Wallet} / Bybit, Februar 2025: 401.000 ETH (rund 1,5 Mrd. USD), kompromittierter Entwicklerrechner.

Kapitel 3 · Geld & Krypto — Digitale Selbstverteidigung · Stand 4. September 2026 · Lesezeit 14 Minuten

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Mike the Pirate

Mike the Pirate

Privacy-Berater & Krypto Adviser

Mike ist Privacy-Berater und Krypto Adviser. Hat Unternehmen in 12 Ländern — darunter Deutschland, Schweiz, Singapur und die USA — zu Datenschutz und sensibler Infrastruktur beraten. Forscht und schreibt zu digital unsichtbarem selbstbestimmtem Leben. Gründer der Telegram-Community „Nackte Mark" mit über 4.000 aktiven Mitgliedern. Mike zeigt Dir, was er in drei Jahrzehnten gelernt hat — ohne akademisches Blabla.

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