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Schwarze Frauen sind für eine Mehrheit im Westen nicht attraktiv. Warum wohl besetzt man sie als „Schönheiten“ in unseren Filmen?

19. Juli 2026
Schwarze Frauen sind für eine Mehrheit im Westen nicht attraktiv. Warum wohl besetzt man sie als „Schönheiten“ in unseren Filmen?

Attraktivität ist relativ und äußere Schönheit in vielen Fällen nicht das Wichtigste. Das ist ein Glück für die meisten Menschen. Obwohl Umfragen immer wieder erstaunliche Verzerrungen der Selbstwahrnehmung offenbaren, dürfte unstrittig sein: Zu den Schönen gehören die wenigsten von uns. Das gilt auch für den Autor dieses Textes, und er ist sich dessen bewusst.

Vom Individuellen abgesehen gibt es jedoch eindeutige Präferenzen und Mehrheitsmeinungen zum Thema Schönheit und Attraktivität, und zwar sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Diese betreffen einzelne Körperteile – bei Männern sind Frauen oft die wichtig – wie auch die Hautfarbe. Eine unbeliebte Wahrheit lautet: Menschen in westlichen Gesellschaften ziehen weiße Frauen mit deutlichem Abstand schwarzen Frauen vor. Berühmte Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. Immer wieder zeigen Auswertungen: Schwarze Frauen werden im Westen als deutlich unattraktiver empfunden als weiße Frauen. Daran mag man sich stören oder sogar echauffieren. Das nützt jedoch so viel, wie über die Schwerkraft zu fluchen.Gewiss: Im Gegensatz zur Schwerkraft kann man Schönheitsideale durchaus manipulieren. Bekanntlich galt kreideweiße Haut in früheren Jahrhunderten als erwünschter Hautton der Oberschicht. Später sehnten sich ebendiese Frauen nach Sonnenbräune. Auch an den Proportionen wird je nach Mode mit Technik in die eine oder andere Richtung herumgepfuscht. An der Grundtatsache hat das jedoch nie etwas geändert: Weiße Frauen sind und bleiben für eine Mehrheit im Westen – und offenbar auch für eine Mehrheit in Asien – schöner als schwarze. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Wegen dieser Messgröße „Rassismus“ zu brüllen, ist naiv. So naiv wie der Versuch einer Umerziehung durch die zwangsweise Vorführung schwarzer „Schönheiten“ in Filmen – sei es mit Absurditäten wie Lupita Nyong’o als „Helena“ in Nolans neuer Woko-Farce „Odyssee“ oder Banalitäten wie Yara Shahidi als „Tinkerbell“ in „Peter Pan & Wendy“ oder Halle Bailey als „Ariel“ in „Die kleine Meerjungfrau“. Hollywoods Woko-Maschine will weiße Rollenbilder und Ideale zerstören, das wissen wir längst. Natürlich ist das unmöglich – so unmöglich wie der Versuch, eine weiße Gesellschaft auf schwarze Frauen als neues Schönheitsideal zu konditionieren. Dennoch ist der Bildersturm so zerstörerisch wie gefährlich. Er zielt nämlich von vornherein nicht auf eine erfolgreiche „Rekonditionierung“. Er zielt einzig und allein auf die Tabuisierung von Widerspruch und die schweigende Hinnahme des Grotesken, indem er eine vermeintlich „richtige“ Mehrheitshaltung vorlügt. Wer sich von Lupita Nyong’o als „Helena“ abwendet, soll als „Rassist“ diffamiert werden - obwohl der Rassismus einzig beim Absender besteht.

Solche Versuche der Umerziehung werden in jedem Fall scheitern und sie werden schwarzen Frauen nicht nützen. Im Gegenteil. Die Frage ist nur, wie groß der Schaden am Ende sein wird. Das wird davon abhängen, wie lange und wie viele unter uns sich dem Umerziehungs-Rassismus Wokoharams weiter schweigend fügen und davon abhalten lassen, ihre Meinung auszusprechen.

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